PTZ Kalibrierung
Um den Zusammenhang zwischen Bild-, Kamera- und Weltkoordinatensystem herstellen zu können gibt es zwei Ansätze: Der erste Ansatz besteht darin, durch eine vollständige Kamerakalibrierung die intrinsischen und extrinsischen Kameraparameter und somit die geometrische Beziehung zwischen beiden Kameras zu bestimmen, wie beispielsweise in [5] und [6]. Der zweite, weniger komplexe Ansatz besteht darin, eine Look-Up-Table (LUT) zu bestimmen die für jeden Punkt im statischen Kamerabild und für jede Zoomstufe der PTZ-Kamera deren optimalen Dreh- und Neigungswinkel angibt.
Im Rahmen des Projektes wurden beide Ansätze untersucht:
PTZ Kalibrierung mittel Lookup-Table
Da eine vollständige und automatische Kamerakalibrierung meist sehr komplex ist, wurde im Rahmen dieses Projektes im ersten Schritt versucht, die Parameter eine PTZ Kamera nur durch das Zusammenspiel der PTZ Kamera mit einer zweiten, statischen Kamera, zu berechnen. Für dieses System ist es nur notwendig, beide Kameras aufeinander abzustimmen (Camera-to-Camera-Mapping) anstatt die PTZ Kamera zu kalibrieren: Für jeden Punkt (Pixel) im statischen Kamerabild müssen die entsprechenden Bewegungsparameter der PTZ-Kamera (Schwenk- und Neigungsgrad) für jede Zoomstufe bekannt sein. Die vorgestellte Methode basiert wie in [BTLPS07] auf lokalen Image Features. Die Methode verwendet aber keine in einer Vorverarbeitung manuell bestimmten Passpunkte sondern orientiert sich direkt an der im Bild gefundenen Interest Points. Die LUT wird somit vollautomatisch berechnet. Zur Bestimmung der Interest Points und Berechnung der lokalen Features wird ein auf SIFT [Lowe04] basierendes Verfahren verwendet, welches im Rahmen des Projektes entwickelt wurde. Zu den Interest Points im statischen Kamerabild werden dann mit Hilfe von RANSAC korrespondierende Punkte im dynamischen Kamerabild gesucht. Die Zuordnung zwischen den korrespondierenden Punkten wird durch eine so genannte Homographie beschrieben. Die beschriebene Methode und die Demo samt GUI wurden in MATLAB 7.5.0.342 (R2007b) implementiert.
Um die Genauigkeit der präsentierten Methode darstellen zu können, wurde eine Evaluierung durchgenommen. Nachfolgende Abbildung zeigt ein statische Kamerabild, in dem 5 Zielscheiben zu sehen sind. Nachdem nun auf die Mitte der jeweiligen Zielscheibe geklickt wird, müsste sich der Bildmittelpunkt des dynamischen Bildes genau in der Mitte der Zielscheibe befinden. Je nach Kameraauflösung, Position und Entfernung der Zielscheibe konnten so die Ergebnisse evaluiert werden.
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